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32 Hainbuchenhecke

Hainbuchenhecke

Die Hainbuche (Carpinus betulus), auch Hagbuche oder Weißbuche genannt, ist in Europa und Westasien heimisch. Der Name „Hain“- bzw. „Hag“-buche ist auf alt- bzw. mittel- hochdeutsche Worte zurückzuführen („Hain“ = kleiner Wald [mhd]; „Hag“ = Einzäunung [ahd]). In Mitteleuropa ist sie bis nach Südwest-England, Nordbelgien und Nord-Dänemark verbreitet und erreicht in den Alpen Höhenlagen bis zu 1000 und im Kaukasus bis 2000m. Auch in unserer Gegend ist sie fast überall zu sehen. 

 

Als Baum kann sie bis zu 25m hoch werden. Trotz ihres irreführenden Namens zählt sie nicht zu den Buchen, sondern vielmehr zu den Birkengewächsen. Sie wächst schnell und kann bis zu 150 Jahre alt werden.

Hainbuche Frucht

Ihre Früchte werden durch Wind und Tiere verbreitet. Aufgrund ihrer Fähigkeit zum „Stockausschlag“ besitzt sie ein enormes Regenerationspotential, das selbst radikales Abholzen verträgt. Damit ist die Hainbuche das ideale Gehölz für die Anlage von Hecken, wie das an diesem Standort geschieht. Früher wurden so Viehweiden und Felder begrenzt, daher auch der Name Hagbuche.

Hainbuche Blüte

Das harte, zähe und schwere Holz der Hainbuche liefert sehr gute Holzkohle. In den Anfängen der Buchdruckerkunst erwies es sich als besonders geeignet zur Herstellung von Drucklettern. In der Forstwirtschaft „erntet“ man Hainbuchen (Niederwaldbetrieb) nach 10 bis 20 Jahren; die Wiederaufforstung geschieht durch Stockausschlag.

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