Die Schwarzerle (Alnus glutinosa) ist an Fließgewässern zu Hause und gehört zu den Birkengewächsen.
Wie keine andere ihrer Art kann sie aufgrund des inneren Belüftungssystems mit ihrem Wurzelwerk unter Wasser aushalten, z. B. bei anhaltenden Hochwässern. Selbst das tote Holz ist gegen Fäulnis so widerstandsfähig, dass halb Venedig auf Erlenpfählen erbaut werden konnte.
Die Blüten werden durch den Wind bestäubt und die Früchte werden durch ihn verbreitet.
Die jungen, klebrigen Triebe der Schwarzerle wurden früher in den Häusern gegen die Mückenplage aufgehängt.
Ihr Name beruht auf der schwarzen Farbwirkung ihrer Rinde und Frucht-zapfen (für Leder und Tinte); wegen der Rotfärbung ihres frisch geschlagenen Holzes wird sie auch gelegentlich als „Roterle“ bezeichnet.
Die Farbe Rot galt den Germanen als Sinnbild des Teufels, der Hexen und des Bösen schlechthin.
„Rotes Haar und Erlenloden wachsen nicht auf gutem Boden“, sprach der Volksmund.