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28a Weiden

Weiden gibt es in vielen verschiedenen Unterarten, die sich oft stark voneinander unterscheiden. Sie bilden außerdem viele Mischformen. Sie lassen sich leicht durch Steckhölzer vermehren; sogar abgebrochene Zweige wurzeln oft aus. Als „Korb-Weiden“ (salix viminalis) findet man sie in Ufergebüschen an Bächen und Flüssen oder anderen Feuchtgebieten; sie lieben sickernasse, periodisch überschwemmte, nährstoffreiche Auenböden. Die Korbweide wird bis zu 7 m hoch und entwickelt bei regelmäßigem Rückschnitt jährlich bis über 2m lange, unverzweigte Ruten.

Weide

Sie sind das beste Material für die Korbflechterei (daher ihr Name). Sie wird schnell hohl. Durch den Schnitt lässt sie sich zu einem „Kopf-Baum“ umformen, der mancherorts, z.B. am Niederrhein, landschaftsprägend ist. Solche Kopf-Bäume sind ökologisch besonders wertvoll, weil sie Höhlenbrütern das ideale Vogelschutzgehölz bieten. Uferbegleitend wurden in einem Schulprojekt Kopfweidenstecklinge in der Gemarkung von Gemünden gewonnen und von der Neustadt bis zum Reitplatz gepflanzt. In gleicher Weise lassen sich „Purpur-Weiden“ (salix purpurea ) nutzen. Im Unterschied zur Korbweide kommt sie auch in mittleren Berglagen vor und erreicht nicht ganz die Höhe von Korbweiden. 

Ihren Namen verdanken sie ihren anfänglich purpurrot glänzenden Zweigen. Aus Rinden und Blättern der Purpurweide werden medizinische Wirkstoffe gegen Rheuma, Fieber und Darmkrankheiten gewonnen. In der griechischen Mythologie gilt die Weide als Baum des Todes, aber auch als Symbol für Leben und Geburt. Hera, die Gemahlin des Zeus, kam unter einer alten Weide zur Welt.

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