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28b Korbflechterei

Korbflechten ist eines der ältesten Handwerke der Welt, älter noch als das Töpfern und das Weben. Zahlreiche Funde aus vorgeschichtlicher Zeit zeugen davon, dass schon in den allerersten Anfängen menschlicher Kultur geflochten wurde. Mit Hilfe ihrer Hände und der Materialien, die ihnen ihre Umwelt gaben, schufen die Menschen Gebrauchsgegenstände für den täglichen Bedarf, vor allem Körbe.

Über die Jahrhunderte wurden die Flechttechniken verfeinert. Nach wie vor wird aber mit einfachsten Werkzeugen und den Händen gearbeitet. Maschinen kommen, wenn überhaupt, nur bei der Gewinnung und Aufbereitung von Flechtmaterialien, nie aber bei der Korbflechterei selbst zum Einsatz.

Korbflechter

Die moderne Flechttechnik vereint Elemente der traditionellen, mitteleuropäischen Holzspan- und Weidenflechterei mit der jüngeren Rohrflechterei. Korbflechten ist vielfach ein bedeutendes Element des schulischen Werkunterrichts.

Es hilft, Arbeitsabläufe zu erkennen und nachzuvollziehen. Die notwendigen Techniken können bei einiger Ausdauer leicht erlernt werden. Daher ist das Flechten nicht nur ein nützlicher Zeitvertreib. Diese auf Körper und Geist beruhigend wirkende Tätigkeit fördert die Geschicklichkeit und die Beweglichkeit der Arme, Hände und Finger. Allerdings finden sich unter den etwa 20 handwerklichen Berufen, die nach Wissenbachs Chronik in Gemünden beheimatet waren, keine Korbflechter.