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Neustadt(straße)

Als „Neustadt“ beschreibt man im Allgemeinen Ansiedlungen außerhalb des Kernbereichs einer Stadt. Gemünden erweiterte sich vom mittelalterlichen Stadtkern aus seit Beginn des 19. Jahrhunderts zunächst vor allem nach Norden. Die alte Stadt war durch eine rundum laufende Mauer umgrenzt, deren nördliche Linie in etwa der heutigen Hainstraße vom Untertor (tiefste Stelle des Steinwegs) bis zur Einmündung der Neustadtstraße entspricht. Außerhalb der Stadtmauern gab es früher, so schreibt Else Wissenbach in der Gemündener Chronik, meist nur Scheunen; diese Anordnung hatte ihren Sinn darin, die Vorräte vor der in der Stadt stets gegebenen hohen Brandgefahr zu schützen, da die Dächer überwiegend mit Stroh gedeckten waren. Die unter den alten Gemündener Einwohnern gebräuchliche Bezeichnung „Kohlstätte“ für das Gebiet der Neustadtstraße deutet auf eine weitere Nutzung dieses Geländes hin: Wissenbach sieht die „Vermutung gerechtfertigt, dass dort früher Holzkohlen von den Meilern der Wälder gelagert worden sind, wie es z. B. in Siegen belegt ist, aus der gleichen Vorsicht der hohen Brandgefahr wegen.“

Neustadt(straße)
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