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Sinnesfelder

Klinkerpflaster

Pflasterklinker sind Naturprodukte aus Ton, die bei Temperaturen von über 1100 ° C bis zur Sinterung (Steinschmelze) gebrannt werden. Ihre Verschleißfestigkeit ist unübertroffen, die Wasseraufnahme gering.

 

Das macht Pflasterklinker widerstandsfähig gegen jegliche Witterungseinflüsse und aggressive Medien. Die Farben ergeben sich aus den natürlichen Tonmischungen, der Sauerstoffzufuhr beim Brennen und aus den Brenntemperaturen. Das bedeutet, dass die Farbgebung stets der Eigenfarbe des keramischen Scherbens entspricht.

 

Pflasterklinker bleichen nicht aus; ihre Farb-beständigkeit ist praktisch unbegrenzt.

 

Durch seine warmen, erdigen Farben können Klinkerpflaster harmonisch in die Landschaft eingepasst werden.

 

Die natürliche Schönheit der Klinker lässt sich durch Kombinationen mit Natursteinen unterstreichen.

Klinkerpflaster
Klinkerpflaster
Klinkerpflaster

Gussasphalt

Gussasphalt ist ein Gemisch aus Sand, Splitt, Steinmehl als Füller und Bitumen, das beim Einbau gieß- und streichbar ist. Daher ist bei Verwendung von Gussasphalt keine Verdichtungsarbeit nötig. Er findet Verwendung im Hoch- und Industriebau, im Straßenbau sowie Brückenbau, bei Trog- und Tunnelbauwerken als Bestandteil der Abdichtungen mit Bitumen-Schweißbahnen. Gussasphalt ist besonders standfest und alterungsbeständig. Gussasphaltestriche können mit allen Bodenbelägen wie Teppichböden, PVC, Parkett, Fliesen oder Natursteinplatten belegt werden. Sie haben den Vorteil, schon wenige Stunden nach dem Einbau begangen und belegt werden zu können.

Gussasphalt

Bei einer Verarbeitungstemperatur zwischen 220 und 250°C liegt im Gussasphalt infolge des größeren Wärmeausdehnungskoeffizienten von Bitumen ein geringer Bitumenüberschuss vor. Hieraus ergibt sich die Verstreichbarkeit. Nach dem Abkühlen sind die Hohlraumgehalte des Körnungsgemisches voll mit Bitumen gefüllt. Gussasphalt ist daher praktisch hohlraumfrei und wasserdicht.

 

Holzpflaster

Holz ist der einzige nachwachsende Rohstoff, dessen Produktion die Umwelt nicht belastet. Bei der Verwendung als Bau- und Werkstoff bleibt das die Atmosphäre schädigende Kohlendioxid im Holz gebunden. Holz ist auch ein guter Dämmstoff gegen Wärmeverlust. Holzpflaster ist fußwarm und in besonderem Maße geeignet für Arbeitsstätten, in denen die Mitarbeiter ausdauernd stehen müssen, weil der Wärmeverlust für die Füße minimal ist. Holzpflasterbeläge werden aus scharfkantigen Holzklötzen oder Stammteilen gefertigt und werden so verlegt, dass die Lauffläche aus den Stirnholzkanten besteht. Um die Fugenabstände möglichst gering zu halten, sollten große und kleine Scheiben verwendet werden. Derart ausgeführte Oberflächen sind je nach Holzart sehr widerstandsfähig und haltbar (Beginn der Fäulnis – im Freien - nach 12 bis 15 Jahren bei Eiche und nahezu unbegrenzt bei der Robinie). Als Holzarten sind aber für Innenräume durchaus auch Kiefer, Fichte und Lärche geeignet.

 

Machen Sie den Versuch, ziehen Schuhe und Strümpfe aus und spüren Sie, wie angenehm sich trockenes Holz anfühlt!

Robinienknüppel

Schon im Altertum nutzte man zur Befestigung von Wegen in feuchtem oder gar sumpfigem Gelände Knüppel wie die hier liegenden aus witterungsbeständigen, harten Hölzern. Unter den heimischen Bäumen lieferten Eichen dazu das Material, weil es wie von keiner anderen heimischen Art eine hohe Widerstandskraft und Haltbarkeit vor allem unter Wasser aufweist.

 

So war z. B. die Verbindung zwischen dem Stadtschloss Berlin und dem Jagdschloss Grunewald ein solcher Knüppeldamm. Die Fußwege durch das „Rote Moor“ in der Rhön sind in dieser Weise angelegt.Auch in Gemünden wurden bei Kanalisationsarbeiten 1950 am „Steinweg“ in etwa 1 m Tiefe Reste eines Knüppeldamms gefunden, eine Wegbefestigung vor der für den Anfang des 16. Jahrhunderts nachgewiesenen Pflasterung. Beim Bau von Fachwerkhäusern waren dünnere Eichenknüppel für das Flechtwerk in den Gefachen unentbehrlich.

 

Im übrigen eignen sich Speere aus daumen- bis armdicken, geschälten Knüppeln hervorragend für die Zubereitung von Spießbraten über offenem Feuer.

 

Die hier eingebauten Knüppel sind nicht aus Eiche, sondern stammen ebenfalls von Robinien, die am Bahndamm wuchsen; deren Holz übertrifft das der Eiche sogar noch an Witterungsbeständigkeit und Wasserfestigkeit. Die Robinie stammt ursprünglich aus Nordamerika und zählt deshalb streng genommen nicht zu den „einheimischen Bäumen“.

 

Fühlen Sie die Rundhölzer unter den Füßen; Sie müssen ja nicht den „Knüppel aus dem Sack“ fürchten; dazu ein

altes Sprichwort:

 

„Wen nicht treibt das Wort, den treibt der Eichenknüppel fort“ – mit Robinien geht es auch.

Robinienknüppel
Robinienknüppel

Flusskiesel

Als Flusskiesel oder auch einfach als Kies bezeichnet man durch Flüsse und Bäche angeschwemmte und rund geschliffene Steine, die in allen möglichen Farben von weiß über gelb, ocker, rotbraun, violett, graublau, dunkelgrau bis schwarz und in den unterschiedlichsten Korngrößen vorkommen. Größere Steine nennt man Geröll oder Geschiebe, scharfkantige Formen Schutt.

 

Die hier verlegten Kiesel stammen aus alten Wegebelägen bei der ehem. Lingelbachsmühle. Flusskiesel finden Verwendung in Mauern, als Bodenbeläge, auch im Haus, z. B. in Duschen, als Flachdachbeschüttungen, auf Grabflächen, als Umrandungen und Abgrenzungen von Gebäuden und Landschaftsflächen; als Zuschlagstoff zur Betonherstellung sowie für Waschbeton-platten ist Kies ein unverzichtbarer Rohstoff.

 

Als Bodendecker auf Freiflächen speichern vor allem größere Flusskiesel die Tageswärme und laden zu bedächtigem Schreiten ein.

 

Ihre Füße erhalten eine großzügige Massage!

Flusskiesel
Flusskiesel
Flusskiesel
Basaltschotter
Basaltschotter

Basalt ist ein sehr hartes Gestein vulkanischen Ursprungs. Im Gegensatz zum Lavalit ist es nicht porös, sondern massiv und schwer. Seine Hauptbestandteile sind eisen- und manganhaltige Feldspate.

 

Seiner Härte wegen ist er im Straßen- und Gleisbau unersetzlich. Sie dienen in diesen Verwendungen vor allen Dingen dazu, die Wasserdurchlässigkeit des Unterbaus zu sichern und so vor Frost zu schützen.

 

Je nach Körpergröße bezeichnet man das mehr oder weniger stark zerkleinerte Gestein als "Schotter" oder "Split". Als Split findet Basalt in Zumischung zu Bitumen für die Asphaltherstellung Verwendung.

 

Der Schotter unseres Sinnesfeldes ist im Vergleich zu Gleisbetten - so wie auf unserem Bahndamm noch auffindbar - viel feinkörniger; dieser Basaltschotter stammt aus den Basaltbrüchen von Niederofleiden.

Kiesel
Kiesel

Unter "Kiesel" versteht man mehr oder weniger kleinkörniges Geröll aus Quarz oder quarzreichem Gestein. Kieselsteine finden vielfach Verwendung, vor allem als Zuschlag zur Herstellung von Beton, aber auch als "Kies" zur Trockenhaltung von Wegen oder zum Bau von Drainagen (Wasserdurchlässigkeit).

 

Das Mineral Quarz ist nach seiner chemischen Substanz im wesentlichen Siliziumdioxid (SiO2), das unterhalb einer Temperatur von 870° C stabil ist. Dieser Stoff ist auch der Hauptbestandteil von Glas. Kiesel sind. außer man zerschlägt sie, nicht scharfkantig, sondern abgeschliffen rund und vermitteln daher ein wiederum ganz anders geartetes Gefühl unter den Fußsohlen.

Die Kiesel in unserem Feld haben eine Korngröße von 16 bis 32 mm und kommen ebenfalls von der Eder.

 

Feinkörnigere Kiesel stellen schon etwas höhere Ansprüche an Ihre Fußsohlen: die Massage ist intensiver und steigert die Durchblutung enorm.

 

Nur Mut: Sie gehen ja nicht auf rohen Eiern!

Lava

Lava

"Lava" ist aus dem Italienischen bzw. dem Lateinischen abgeleitet und bedeutet soviel wie Schlammmassen oder Erdrutsch. Lava ist ein vulkanisches, z. T. glas- und häufiger blasenreiches, poröses und daher zur Wasserspeicherung sehr geeignetes Ergussgestein.

 

Glasartige Vorkommen kennen wir als Obsidian oder auch Pechstein. Das blasenreiche Gestein kommt als "Brocken-Lava", Bimsstein oder Bimssteinasche vor. Lava entsteht aus glühender Masse und verfestigt sich bei 900 bis 700°C.

 

Das Gestein ist scharfkantig, abhängig von der Körnigkeit. Bei Wanderungen in solchem Terrain empfiehlt sich auf jeden Fall festes Schuhwerk.

 

Das relativ feinkörnige Lavagestein mit Durchmessern von 16 bis 32 mm wird als "Lavalit" bezeichnet; das in unserem Sinnesfeld eingebrachte Material kommt aus der Eifel. Probieren Sie es selbst mit nackten Füßen und fühlen Sie, welcher Gewöhnung und Ausdauer es bedarf, um sich wie die Indios im mexikanischen Hochland barfuß in Ihrer Umwelt bewegen zu können.

Kiesel (Feinkies)

Kiesel kommen überwiegend als Flussablagerungen vor. Man fördert die kleinen Steine aus Gruben in Flussniederungen wie etwa an Ohm oder Lahn und sortiert sie über Schüttelsiebe in unterschiedliche Korngrößen.

 

Die hier verwendeten Kiesel kommen aus dem Edertal und sind mit Ihrer Korngröße von 2 bis 5 mm als "Feinkies" anzusprechen. Zu früheren Zeiten soll in der Eder zwar Gold gewaschen worden sein, aber ihr "Kies" darf dennoch nicht mit dem verwechselt werden, der in Form von Geldscheinen aus einer Bundesdruckerei kommt.

 

Feinkies wird vor allem im Garten- und Landschaftsbau verwendet, etwa als Fußwegbefestigungen oder auch als Schüttungen auf Grabflächen. Für solche Verwendungen gibt es neben Flusskieseln auch aus anderen Materialien gewonnene Kiesel, etwa aus anderen Quarzgesteinen, seltener - weil teurer - auch aus Schwerspat, die bergmännisch gefördert und auf die entsprechenden Korngrößen zerkleinert werden müssen; die so gewonnenen Kieselsteine sind allerdings scharfkantig und nicht rundgeschliffen wie die aus Flusssedimenten.

 

Erspüren Sie, wie sich die kleinen bunten Steine Ihrer Fußform anpassen.

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