Holzbachunterführung

 

Die Holzbachunterführung entstand 1913/14 im Zuge des Eisenbahnbaus nach Kirchhain. Der in West-Ost-Richtung verlaufende Bach musste unter dem Bahndamm hindurchgeführt werden; man verband dies mit einer schmalen Fußwegverbindung zu beiden Seiten des Dammes. Der wegen Baufälligkeit gesperrte Weg wurde im Rahmen des Erlebnispfadbau 2008 neu hergestellt und von einer Klasse der Cornelia-Funke-Schule künstlerisch gestaltet.

Vor dem Bahnbau mündete „die“ Holzbach (örtlich-mund-artliche Besonderheit) in den westlichen Arm der Schweinfe, der als „Mühlgraben“ das Wasser zum Antrieb der Gemündener Mühlen schon im Mittelalter führte. Mit dem Bahnbau wurde das Bachbett tiefer gelegt, sodass die Holzbach die Schweinfe bzw. den Mühlbach unterqueren musste und nun etwa 80 m weiter ostwärts in den Parallelarm der Schweinfe mündet. Ergebnis dieser topographischen Veränderung ist das Aquädukt  (Objekt Nr. 8).

Die Holzbach ist bis heute – wie auch die Schweinfe – ein  hervorragendes Forellenwasser.

Die heutige Ausführung der Fußwegunterquerung als Gitterrost soll dem Besucher die Sinne für die  Wahrnehmung des Geräusches eines mäßig langsam fließenden Wassers schärfen.

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