Stadtteile

Ortsvorsteher

Ellnrode   Peter Winter
Tel. 06453  1318
Dorstraße 10


Grüsen   Lothar Vöhl
Tel. 06453 1784
Unterdorf 2


Herbelhausen   Jürgen Wagner
Tel. 0173 8840211
Burgstraße 2

Lehnhausen   Sebastian Hiepe
Tel. 0151 11370958
Wiesenhof 1
 

Schiffelbach   Heinz-Wilhelm Trümner
Tel. 06453 547
Am Zinn 3


Sehlen   Michael Krippner
Tel. 0151 111 850 69
Borngasseweg 5


Geschichte der Stadtteile


Ellnrode
Schon 1223 wurde Ellnrode zum ersten Mal im Saalbuch des Klosters Haina erwähnt. Es bestand damals aus den 4 Hainischen Höfen, die dem Spital Haina unterstellt waren.
Aufgrund der 1556 aufgeführten Flurnamen haben sich die damaligen Höfe eindeutig mit den heutigen vier Stammhöfen identifizieren lassen.
1898 baute die Gemeinde Ellnrode die erste Wasserleitung im ehemaligen Kreis Frankenberg.
Bis zum 01.01.1974 war Ellnrode mit seinen 47 Einwohnern die kleinste, noch selbständige Gemeinde im Kreis. Die Gemarkung Ellnrode umfasst 156 ha.
Erzählt wird auch von einem unterirdischen Gang, der von Haina an Ellnrode vorbei (Dachsberg) nach Gemünden zur Burg (heute Kindergarten) geführt haben soll.
1987 wurde das alte Gemeindebackhaus wieder in Stand gesetzt.

Ellnröder Fachwerk
Ellnröder Fachwerk

Grüsen
Am südlichen Ausläufer des Tales „Bunstruth“, in der Tallage zwischen Keller- und Burgwald, grenzt Grüsen unmittelbar an die Kernstadt Gemünden.
Der Ort wurde um das Jahr 780 urkundlich erstmals unter dem Namen „Grosium“ im Güterverzeichnis des Klosters Hersfeld erwähnt.
Grüsen war bis vor fünfzig Jahren noch vorwiegend landwirtschaftlich geprägt, bevor sich in Gemünden, sowie auch in Grüsen, Industrie ansiedelte.
In Grüsen werden derzeit viele Objekte im Rahmen des Programms zur Dorferneuerung saniert und renoviert. Die verschiedenen Vereine, in denen sich die Bürger engagieren, prägen überwiegend das kulturelle Leben des Dorfes.

Kirche_gruesen
Ev. Kirche Grüsen


Herbelhausen
In Besitzübertragungsurkunden des Klosters Aulisburg (erste Ansiedlung des Klosters Haina in der heutigen Gemarkung Löhlbach) wurde Herbelhausen 1240 erstmals erwähnt.
Um 1900 hatte Herbelhausen 16 Wohnhäuser und eine Schule, die 1893 eingerichtet wurde. Ab 1963 gingen die Schüler aus Herbelhausen und Ellnrode nach Gemünden in die Mittelpunktschule.
Zu Anfang der 70er Jahre übernahm der Schützenverein „Hohes Lohr“ die alte Schule. Das Gebäude ist seither Dreh- und Angelpunkt für das Dorfgeschehen.
Der Ort ist immer noch in hohem Maße landwirtschaftlich geprägt. Es gibt heute noch sieben Vollerwerbsbetriebe, die ausschließlich von der Landwirtschaft leben.

Schützenhaus Herbelhausen
Schützenhaus Herbelhausen


Lehnhausen
Nach Gemünden ist Lehnhausen der flächengrößte Stadtteil mit insgesamt 1.222 Hektar. Davon sind 916 ha Waldfläche und 264 ha werden landwirtschaftlich genutzt.
Lehnhausen wurde in den Verträgen zur Besitzübertragung zwischen den Ziegenhainer Grafen und den Mönchen des Klosters Aulisburg in Haina erstmals 1240 urkundlich erwähnt.
Durch den Bau der Edertalsperre 1909 bis 1914 musste die Gemeinde Asel umgesiedelt werden. Die dortige Kirche wurde von Lehnhausen gekauft und 1915 als Schule wieder aufgebaut.
Im Jahre 1960 wurde in Lehnhausen eines der ersten Dorfgemeinschaftshäuser des ehemaligen Landkreises Frankenberg gebaut.

Alte Schule Lehnhausen
Alte Schule Lehnhausen


Schiffelbach
Als „Scufelbach“ wurde das Dorf erstmals 1263 erwähnt. Gegründet wurde Schiffelbach jedoch wahrscheinlich schon mehrere Jahrhunderte früher.
Während in Gemünden im 13. bis 17. Jahrhundert die Herrschaft den Grafen von Ziegenhain, der Landgrafschaft Hessen und Burgmannen und Amtsleuten aus Gemünden oblag, nahmen die Ritter aus dem Hause Schleier in Schiffelbach diese Position ein.
Nach der Bauernbefreiung im 19. Jahrhundert kauften die Landwirte Höfe, Wälder und Ländereien den adeligen Gutsherren ab.
Das Kulturelle Leben im Dorf wird von der Vielzahl an Vereinen geprägt, z.B. dem Gesangsverein (seit 1886) oder der Volkstanz- und Trachtengruppe. Sie gestalten so ein lebendiges Dorfleben.

Kirche_schiffelbach
Ev. Kirche Schiffelbach


Sehlen
Seit der mittleren Steinzeit sind hier Spuren menschlicher Siedlungen bekannt, die durch einige Funde im Naturschutzgebiet Donisse nachgewiesen wurden.
Zum ersten mal tritt das Dorf mit dem keltischen Namen „Salaha“ (Herrenhof/ Heiligtum am Wasser) im Jahre 750 n.Ch. in den Blickpunkt der Geschichte.
Vor über 1000 Jahren war Sehlen als Gerichtsort Mittelpunkt der gesamten Bunstruth.
Das in der Ortsmitte 1593 errichtete Rathaus mit dem Untergericht Sehlen wurde 1919 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Vor einiger Zeit wurde die Dorfmitte neugestaltet und das DGH erweitert. Die Sehlener Bevölkerung ist sehr bestrebt ihr Dorf zu verschönern.

Dorfmitte Seheln